© cindy+cate, Foto: Madeleine Franke | Szenenfoto „HYPER” von cindy+cate
HYPER
cindy+cate (Braunschweig)
Format: Performance
Dauer: 55 Minuten
Hinweise: Flackerndes Licht, laute Musik, plötzliche schrille Töne, Nebel
Format: Performance
Dauer: 55 Minuten
Hinweise: Flackerndes Licht, laute Musik, plötzliche schrille Töne, Nebel
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Termin
HYPER
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Nachgespräch
Nachgespräch am 24. April 2026 nach der Vorstellung. Moderiert von Maike Gunsilius.
Wir leben in Zeiten multipler Krisen und doch fühlt sich der Untergang seltsam unspektakulär an.
Der große Knall bleibt aus: Pandemie als Langeweile, Klimakrise als gelegentliches Hochwasser, Faschismus als Nieselregen. Wir wissen, dass die Welt untergeht – aber die Wellen scheinen immer noch weit genug entfernt von uns zu sein. Gleichzeitig sehen wir einen immer wiederkehrenden Aufschrei, der in einer nicht endenden politischen Trägheit mündet und sich mit ihr verbindet. In HYPER setzt sich cindy+cate mit der Frage auseinander, warum globale Krisen immer noch als zukünftig wahrgenommen werden, obwohl alle Fakten darauf hindeuten, dass wir mittendrin sind: Apokalypse now!
Als Teil einer Trilogie steht HYPER im Sinnzusammenhang der ersten beiden Teile: Schwarz Rot Geil verknüpft das Scheitern deutscher Erinnerungskultur mit dem Aufstieg der AfD und dem Schaffen eines neuen deutschen Selbstverständnisses und seiner vermeintlichen Leitkultur, welche in HomoDaddy als Konsequenz und Rechtfertigung zur Wiederaufrüstung der Bundeswehr beleuchtet wird. Dabei wird die Haltung der Bürger*innen gegenüber der Militarisierung als Symbol eines erstarkenden Staats beleuchtet und eine dystopisch zugespitzte Zukunft gezeichnet, als die Protagonist*innen heldenhaft in den Krieg ziehen. HYPER blickt nun wieder zurück auf die Gegenwart und wendet diesen Mal den Blick direkt auf die Gesellschaft im Wartezustand: Gibt es eine andere Möglichkeit als dem starken Staat zu folgen?
Als Teil einer Trilogie steht HYPER im Sinnzusammenhang der ersten beiden Teile: Schwarz Rot Geil verknüpft das Scheitern deutscher Erinnerungskultur mit dem Aufstieg der AfD und dem Schaffen eines neuen deutschen Selbstverständnisses und seiner vermeintlichen Leitkultur, welche in HomoDaddy als Konsequenz und Rechtfertigung zur Wiederaufrüstung der Bundeswehr beleuchtet wird. Dabei wird die Haltung der Bürger*innen gegenüber der Militarisierung als Symbol eines erstarkenden Staats beleuchtet und eine dystopisch zugespitzte Zukunft gezeichnet, als die Protagonist*innen heldenhaft in den Krieg ziehen. HYPER blickt nun wieder zurück auf die Gegenwart und wendet diesen Mal den Blick direkt auf die Gesellschaft im Wartezustand: Gibt es eine andere Möglichkeit als dem starken Staat zu folgen?
Statement der Auswahljury
Team und Förderer
Von und mit Elío Ilbertz, Emily Warringsholz, Juri Jaworsky, Lina Winter, Julius Brockmann, Tabea Below, Florentine Fuhrmann, Alice Kretzer
Gefördert durch die Braunschweigische Stiftung, die Friedrich Weinhagen Stiftung, die Bürgerstiftung Hildesheim, das Studierendenwerk OstNiedersachsen, die Stadt Göttingen, die GLS Treuhand.
In Kooperation mit den „Falken Braunschweig“.
In Kooperation mit den „Falken Braunschweig“.
Über cindy+cate
cindy+cate ist ein achtköpfiges Performancekollektiv aus Braunschweig und Köln. Seit 2020 entwickeln sie Performances, in denen sie die Gesellschaft und ihre Strukturen verhandeln. Sie stellen Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt, verorten sich in Unbequemlichkeiten und sehen in dem Kunstschaffen eine Möglichkeit der politischen Arbeit. Dabei denken sie Theater als Ort der Versammlung und Partizipation auch außerhalb der Institution, weshalb sie Vermittlungsformate und Gesprächsräume im Anschluss an die Performances gleichberechtigt mitdenken. cindy+cate versteht sich als hierarchiearmer Zusammenschluss, der gemeinsam verhandelt und entscheidet. In der Kollektivität ihrer Arbeit gestalten sie einen Gegenentwurf zum Künstlergenie und zur kapitalistischen Vereinzelung, setzen auf Multiperspektivität und Dissens und schaffen sich selbst einen Experimentier- und Erfahrungsraum außerhalb gesellschaftlicher Zusprüche.