Szenenfoto „How to survive with HILDEGARD KNEF. Eine Rettung in zehn Liedern” von Tommy Wiesner und Ensemble – Drei Performer*innen mit langen blonden Perücken, roten Lippen und schwarzen Paillettenkleidern stehen jeweils mit einem Mikrofon singend nebeneinanderstehend

How to survive with HILDEGARD KNEF – Eine Rettung in zehn Liedern

Tommy Wiesner und Ensemble (Hannover)

Format: Konzertperformance

Dauer: 80 Minuten

Hinweis: Stroboskoplicht

Zum Festivalprogramm

Termine

How to survive with HILDEGARD KNEF – Eine Rettung in zehn Liedern
Donnerstag, 23. April 2026
18:00 - 19:20
Kulturzentrum Pavillon, Bühne 1
Tickets (externer Link)
How to survive with HILDEGARD KNEF – Eine Rettung in zehn Liedern
Freitag, 24. April 2026
10:00 - 11:20
Kulturzentrum Pavillon, Bühne 1
Tickets (externer Link)

Nachgespräch

Nachgespräch am 23. April 2026. Moderiert von Maika Knoblich.

„Kleb mir mal die Dinger dran, damit ick weeß, wo vorne ist.”

Krise, Kampf und Katastrophe – in dieser Welt tun sich tagtäglich unerwartete Abgründe auf. Und wir? Wie stehen wir da? Wo holen wir uns das bisschen Kraft her, um immer und immer und immer weiterzumachen?
In dieser experimentellen Konzertperformance trifft eine Gruppe Gestrandeter auf eine verstörte Welt. Sie werden gemeinsam lernen müssen, was es heißt, einen sogenannten Lebenslauf zu absolvieren – mit all seinen Hürden, den Selbstentwürfen, Krisen, Illusionen und Etappensiegen. Und wer könnte uns da besser zur Seite stehen als Hildegard Knef, die Großmeisterin des Weiterlebens? Krieg, Karriere, Krankheit – die Knef kann ein Lied über das alles singen. Und vielleicht kann sie uns als Vorbild ein Stück weit preppen oder retten? In diesem Projekt werden theatrale Versuche, autobiografisches Material und Interpretationen von Knef-Songs immer wieder neu zusammengeschraubt, um der einen großen Frage hinterherzukommen: Wie macht man das eigentlich mit diesem Menschenleben?
Reißen wir endlich die Verpackung auf – Alles oder Nichts!
How to survive with HILDEGARD KNEF ist kein bloßes Biopic über die gerade erst 100 Jahre alt gewordene und vielschichtige Künstlerin Hildegard Knef, sondern eine gemeinsame Übung im Über- und Weiterleben in einer krisenhaften Zeit. Collagenartig und experimentell werden ausgewählte Lieder Knefs neu interpretiert und vorhandenes Material miteinander in Beziehung gesetzt. Ein tröstlicher wie trotziger Lebens- und Erfahrungsraum eröffnet sich, mit dem wir uns verbinden können.
Statement der Auswahljury

Team und Förderer

Konzeption, Regie, Bühne und Performance Tommy Wiesner
Musikalische Leitung, Performance Alexander Wanat
Performance Janna Berger
Kostümbild Marie Harneit
Lichttechnik & Lichtdesign Maxi Richter
Video Jonas Vietzke
Dramaturgische Beratung Lena Kußmann
Besonderer Dank geht an Britta Bremer, Fabian Felix Dott und Christian Wolff
Gefördert durch die Landeshauptstadt Hannover (Kulturbüro), das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Friedrich Stiftung. Eine Koproduktion mit dem Theater an der Glocksee Hannover.

Über das Ensemble

Tommy Wiesner – Konzeption, Regie, Bühne und Performance
Tommy Wiesner (*1990 in Ost-Berlin) absolvierte ein Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Potsdam bevor er von 2014–2018 an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg Schauspiel studierte. Während des Studiums gründete und kuratierte er zusammen mit Kommiliton*innen das „FURORE. Internationales Festival für Junges Theater“ und gastierte u. a. am Schauspiel Stuttgart und am Staatsschauspiel Dresden. Ab 2018 war er Ensemblemitglied am Theater Aachen. In Aachen begann er auch eigenen Inszenierungen zu verwirklichen, u. a. DAS ENDE VON EDDY und DIE FREIHEIT EINER FRAU, beides Theateradaptionen des französischen Autors Édouard Louis, die zu diversen Gastspielen eingeladen wurden. Seit 2022 ist Tommy Wiesner freiberuflich und als interdisziplinärer Theatermacher mit Lebensmittelpunkt in Hannover tätig. Er arbeitet als Schauspieler, Regisseur, Sänger und Dozent u. a. für die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und die Staatsoper Hannover. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Theater an der Glocksee e. V. Beim Berliner Theatertreffen 2024 war er als Stipendiat Teil des Internationalen Forums. How to survive with HILDEGARD KNEF – Eine Rettung in zehn Liedern ist seine erste große Produktion für die Freie Szene.

Alexander Wanat – Musikalische Leitung, Performance
Alexander Wanat studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und war dann nach einem Zwischenstopp am Staatstheater Braunschweig bis 2022 Teil des Ensembles am Theater Aachen und war dort in unzähligen Produktionen zu sehen. Neben dem Schauspiel übernimmt er immer wieder die musikalische Leitung von Theaterproduktionen u. a. am Volkstheater Wien für den Regisseur Calle Fuhr.  Am Theater Aachen entwickelte er außerdem zusammen mit Kolleginnen das Stück Sein oder Nichtsein oder THE DIRECTOR IS NOT PRESENT. Seit 2023 ist Alexander Wanat freiberuflich tätig und entwickelt Kinderkonzerte zusammen mit dem Alinde Quartett und spielt u. a. als fester Gast in diversen Produktionen am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Janna Berger – Performance
Janna Berger studierte Jazz- und Popgesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und gewann in dieser Zeit bereits mehrere Stipendien. Seit 2017 ist sie gefragte Stimmbildnerin an der CK Voice Lessons Gesangsschule in Hannover und leitet seit 2025 einen eigenen Chor. Sie war während ihrer Studienzeit Frontsängerin, Songwriterin und Bandleader in zahlreichen Bandprojekten und bedient die verschiedensten Genres von Jazz über Pop bis Klassik. 2025 hat sie, zusammen mit dem Multiinstrumentalisten Robin Alberding, ihre neue Band Sergeant Cozy gegründet und ihre gemeinsame Single Cat veröffentlicht. Seit 2020 arbeitet Janna regelmäßig als Komponistin und Musikproduzentin für verschiedene Theater- und Performance- Produktionen z. B. für das Quartier Theater Hannover (Leonora-Milch der Träume), Lorenz Leander Haas (Faust), Kollektiv ohne Konsens (Germania Bitch) und in regelmäßiger Zusammenarbeit mit dem tilted collective (Verschlingerin, Hapto, Redshift, Couldn’t Care Less (AT)). In How to Survive with HILDEGARD KNEF ist sie das erste Mal als Spielerin auf der Bühne zu sehen. Janna Berger lebt und arbeitet in Hannover.

Marie Harneit – Kostümbild 
Marie Harneit studierte Kostümbild und Szenografie an der Hochschule Hannover.  Sie assistierte an zahlreichen Theatern in ganz Deutschland und wurde ab 2018 feste Kostümassistentin am Theater Aachen, wo sie spartenübergreifend für die Betreuung unzähliger Musik- und Sprechtheaterproduktionen zuständig war. Am Theater Aachen arbeitete sie auch kontinuierlich als Kostümbildnerin, unter anderem zusammen mit den Regisseur*innen Sylvia Sobottka, Clara Hinterberger und Tommy Wiesner. Seit 2022 ist sie freiberuflich tätig und hat ihren Lebensmittelpunkt wieder in Hannover. Hier arbeitete sie als Produktionsleitung und Kostümassistentin am Schauspiel Hannover und entwickelte Kostümbilder für Produktionen am Theater an der Glocksee und Landerer & Company.

Maxi Richter – Lichttechnik & Lichtdesign
Maxi Richter studierte Kognitive Psychologie und Sensorik in Chemnitz und begann parallel zum Studium die Arbeit als Projektkoordinatorin in verschiedensten kulturpolitischen Kontexten. Die meiste Energie steckte sie dabei in den Aufbau eines Kulturzentrum, das zu einer wichtigen kulturellen Institution in Chemnitz geworden ist. Seit 2023 absolviert sie eine Ausbildung zur Veranstaltungstechnikerin am HEBBEL AM UFER in Berlin und schließt diese im Sommer 2026 ab.

Jonas Vietzke – Video
Jonas Vietzke war als Schauspieler an vielen Bühnen in Deutschland zu sehen, u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin und am Schlosstheater Moers. In der Freien Szene trat er zunehmend auch als Regisseur und Medienkünstler in Erscheinung. Seit 2012 ist er Teil des Leitungsteams am Theater an der Glocksee Hannover, wo er als Schauspieler, Regisseur, in der Konzeption, als Autor und im Video-, Sound- und Webdesign tätig ist. 2015 wurde er mit dem multimedialen Schauspielsolo Ben X mit dem 1. Platz des Festivals Monospektakel V ausgezeichnet. Seit 2016 ist er ehrenamtlich im Vorstand des Landesverbands Freier Theater Niedersachsen (LaFT) tätig. 2020 gründete er das labor+ zur Forschung am digitalen Plus für Theater. Im Online-Solo Jack in the Box verschmolzen seine Fähigkeiten als Autor, Performer, Web- und Medienkünstler zu einem digitalen Kunstprojekt, das in der Retrospektive des Faust Theaterpreises 2021 geführt wird.

Lena Kußmann – Dramaturgische Beratung
Lena Kußmann ist freie Kulturschaffende und seit 2012 Teil des künstlerischen Leitungsteams des freien Theaters an der Glocksee e. V. in Hannover. Das Theater an der Glocksee wurde für seine künstlerische Arbeit der vergangenen Jahre mit dem Theaterpreis des Bundes 2021 ausgezeichnet. Lena Kußmann ist ursprünglich ausgebildete Schauspielerin, ist aber seit vielen Jahren auch interdisziplinär als Regisseurin, Autorin oder in dramaturgischer Funktion an diversen Stücken und Projektentwicklungen beteiligt. Ihre Stückentwicklung „Hannah und der Punk oder Wie geht Freiheit?” wurde 2020 mit dem 1. Platz des Best Off Festivals der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. 2019 und 2020 wurde Sie aufgrund ihrer künstlerischen Arbeiten von der Stadt Hannover beauftragt, die Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 als künstlerische Produktionsleitung in die Hand zu nehmen. Ihre Regiearbeit MEPHISTO. UNDER PRESSURE. ist ebenfalls beim Best OFF Festival 2026 nominiert.
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OFF