what about: fuego

Kriegsrahmen

Sa 07. Mai 2022 16:30 Uhr
Sa 07. Mai 2022 20:00 Uhr
Pavillon Hannover, Bühne 1

Szenische Forschung

Dauer: 60 Minuten

Eine Performerin, eine Sprecherin und drei Techniker*innen befinden sich auf der Bühne, um 33 ikonische Fotografien von Kriegen und Konflikten der Welt zu reinszenieren. Jedes Bild entspricht einem Ereignis zwischen den Jahren 1989 und 2022 – vom Geburtsjahr der Performerin bis heute. Die Bühne verwandelt sich in ein Labor, in dem Fotografien menschlichen Leidens hinterfragt und dekonstruiert werden. Der Körper der Performerin, ihre Stimme, das Licht und Soundlandscapes inszenieren diese Bilder, die selbst nicht auf der Bühne zu sehen sind. Die Performance ist ein Ritual, bei dem die Gesten der Performerin auf vergangene Kriege und Konflikte verweisen, und lädt so die Zuschauenden zu einer sinnlichen Erfahrung ein.

 

JURYSTATEMENT
„32 Bilder, 32 Geschichten, 1989 bis 2021. 32 ikonische Fotografien von Kriegen und Konflikten der Welt reinszeniert, rhythmisiert durch die Atmung und das Klicken der Kamera und künstlerisch verdichtet in schwarz/weiß. Kriegssituationen, die nicht tatsächlich gezeigt werden. Ein Körperausdruck, ein Schattenabbild in den Raum gestellt, hinterfragen und dekonstruieren die Fotografien. Die Inszenierung beginnt mit der Geschichte einer Narbe im Gesicht der Spielerin. Die Zuschauenden werden zu einer sinnlichen Wahrnehmung eingeladen und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Betrachtung: Was bringt uns dieses Bild? Welche Macht oder auch Manipulation steckt in den Bildern oder wird durch sie erzeugt? Eine sehr durchdachte, präzise und dichte Inszenierung.” (Stefani Theis für die Auswahljury)

Stab
Regie: María Giacaman | Performance: Ignacia González | Dramaturgie: Miriam Bini Schmidt | Licht- und Videodesign: Friederike Hänsel | Sounddesign und Stimme: Szerafina Schiesser | Sounddesign und Tontechnik: Juan Giacaman | Szenographie: Linda Bühlmann | Produktion: Ann-Kathrin Büdenbender

 

Förderer
Gefördert von dem Goethe Institut Chile, der Friedrich Stiftung, der Friedrich Weinhagen Stiftung, dem Landschaftsverband Hildesheim und dem Studierendenparlament der Stiftung Universität Hildesheim. Koproduziert durch das Schauspielhaus Hannover, das Theaterhaus Hildesheim und die Universität Hildesheim im Programm ComingOut mit Unterstützung des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen e. V.