Preise

Best OFF 2022

Best OFF_professionals

Nominierungsgeld
Die Best OFF_professionals erhalten bereits für die Nominierung 10.000 € und stehen beim Festival im Wettbewerb um den finalen Preis.

„Carte blanche“
Diese wird zusätzlich für die künstlerisch innovativste Inszenierung in Form einer mit 30.000 € dotierten Produktionsförderung vergeben. Die Gewinner*innen eröffnen das nächste Festival mit einer Uraufführung und präsentieren sich ebenfalls im Wettbewerb.

Gutschein: „Outside Eye“
Die Stiftung Niedersachsen vergibt Gutscheine an die Best OFF_professionals für die Zusammenarbeit mit erfahrenen Dramaturg*innen: Aus einem Pool von ausgewählten Dramaturg*innen können die Ensembles für die Unterstützung ihrer nächsten Arbeit auf Expert*innen zugreifen, die sie während der Proben besuchen und Feedback geben. Der frische Blick von außen soll neue Impulse geben und helfen, die Inszenierungen zu fokussieren.

Best OFF_trainees

Nominierungsgeld
Die Best OFF_trainees erhalten für die Nominierung 2.000 €.
Hier stehen die Teilnahme, das Vernetzen und das Austauschen im Vordergrund.

Gutschein: „Outside Eye und Mentoring“
Bei ihrer nächsten Produktion erhalten die Trainees Unterstützung durch professionals: Als Outside Eye besucht die*der Professional die Proben der Trainees, gibt Feedback zum Gesehenen und steht für Fragen zur Verfügung. Durch die dramaturgische Rundum-Betreuung soll der Nachwuchs gestärkt und die Vernetzung unter den Künstler*innen auch nach dem Festival fortgeführt werden.

Qualifizierung
Darüber hinaus gibt es in Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus Hildesheim das Angebot für die Best OFF_trainees an Weiterbildungen im Rahmen des deBühne-Programms teilzunehmen. Das Programm fördert seit mehreren Jahren die Professionalisierung junger Theatermacher*innen. Mit Themen wie „Papierkram - Selbstständig in den freien Darstellenden Künsten“ oder „Profil stärken und Netzwerken“ sowie „Atem und Stimme“ sind die Nachwuchsgruppen herzlich eingeladen, sich weiter zu professionalisieren.

Die Expert*innen Outside Eye

Florian Ackermann

Florian Ackermann | © Janis E. Müller

Florian Ackermann ist bis Sommer 2022 Teil der Interimsleitung der Schwankhalle Bremen und arbeitet dort seit 2015 als Dramaturg. 2017 und 2019 war er Mitglied der künstlerischen Leitung des OUTNOW! Festivals. Von 2012 bis 15 leitete Florian Ackermann das Proben- und Aufführungshaus Frankfurt LAB. Er war Koordinator des Ausbildungsnetzwerks Hessische Theaterakademie, arbeitete als freischaffender Dramaturg und ist Gründungsmitglieds des Freie Szene Netzwerks ID_Frankfurt. Florian Ackermann studierte Theaterwissenschaften in Berlin und angewandte Theaterwissenschaften in Giessen. Besonders liebt er die freudvolle Verwebung von niedrigschwelligen Zugängen und randständigen Theaterformen und unvorhersehbare theatrale Situationen und Konfigurationen.

Hannah Jacob

Hannah Jacob | © Do.sch Fotografie

Hannah Jacob ist freie Dramaturgin in Hannover. Sie war als festangestellte Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt, am Theater Oberhausen und freiberuflich am Theater Rampe in Stuttgart tätig und arbeitete dabei u.a. mit den Regisseuren Jürgen Kruse, Kay Voges und den freien Gruppen Gob Squad, Das Helmi und der geheimagentur zusammen. 2019 war sie projektleitende Dramaturgin des musiktheatralen Großprojekts „Motor City Super Stuttgart“ von und mit Regisseur und Sänger Schorsch Kamerun und führte für die utopische Konzertinstallation auf der Bühne der umstrittenen Großbaustelle Stuttgart 21 über 150 Bürger*innen und Künstler*innen unter Mitwirkung u.a. der Stuttgarter Philharmoniker, des Theater Rampe, der Staatstheater Stuttgart, der IBA `27 und vieler zivilgesellschaftlicher Initiativen zusammen. Von 2020-22 war sie Co-Geschäftsführerin des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen e.V. Derzeit arbeitet sie u.a. für das Orchester im Treppenhaus, das Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land e.V. und ist Mitglied in verschiedenen Theaterbeiräten.

Alexander Kohlmann

Alexander Kohlmann | © Anhaltinisches Theater Dessau

Alexander Kohlmann ist Schauspieldirektor und Leitender Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau, wo er regelmäßig Arbeiten von jungen künstlerischen Kollektiven wie zum Beispiel »hallimasch komplex« und »James&Priscilla« initiiert, während gleichzeitig Regisseur*innen wie Philipp Preuss, Mizgin Bilmen und Milan Peschel die Klassiker im Großen Haus auf ungewöhnliche Weise neu interpretieren. Er hält regelmäßig Lehraufträge, u.a. an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, der Universität Göttingen und der Freien Universität in Berlin und ist Autor kulturwissenschaftlicher Essays unter anderem in der Zeitschrift mare.

Mazlum Nergiz

Mazlum Nergiz | © Kerstin Schomburg

Mazlum Nergiz ist Autor und Dramaturg. Prozessorientierte Schreib- und Probenphasen bilden den Schwerpunkt seiner dramaturgischen Tätigkeit. Er begleitete Stückentwicklungen und Uraufführungen zeitgenössischer Theatertexte  gemeinsam mit Autor:innen und Regisseur:innen wie Marie Bues, Falk Richter, Zarah Bracht und Suna Gürler.

Regula Schröter

Regula Schröter | © Pio Rahner

Regula Schröter, geboren in Zürich, studierte Theaterwissenschaft sowie Deutsche und Spanische Literaturwissenschaft in Bern, Berlin und Quito. Sie war u. a. am Konzert Theater Bern, beim Theater Marie Aarau, am Maxim Gorki Theater Berlin, und am Schauspielhaus Graz als Dramaturgin engagiert und verantwortet als Künstlerische Leiterin die Schauspielsparte am Luzerner Theater. Seit 2019 begleitet sie als Co-Projektentwicklerin und inhaltliche Beraterin „m2act“, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent in der Schweiz, mit Fokus auf Ko-Kreation, Wissenstransfer, faire Praxis und nachhaltige Strukturen in den Darstellenden Künsten. Aktuell arbeitet sie als Schauspieldramaturgin am Theater Bremen und als Dozentin und Mentorin am interdisziplinären Masterstudiengang „Expanded Theater“ an der Hochschule der Künste Bern.

Judith Strodtkötter

Judith Strodtkötter | © Janet Große

Judith Strodtkötter hat in Leipzig Kulturwissenschaften und in Frankfurt am Main Dramaturgie studiert. Seitdem arbeitet sie vorwiegend in Bremen zunächst freiberuflich im Bereich Produktionsleitung für verschiedene Festivals (u.a. OUTNOW!) und Dramaturgie.
Seit September 2020 gestaltet sie als festes Mitglied des Teams der Schwankhalle zusammen mit dem künstlerischen Leiter, Florian Ackermann, das Programm des Hauses.
Außerdem ist Judith Kulturarbeiterin im ländlichen Raum. Sie engagiert sich seit 2021 in der Förderunion für Kunst und Kultur e.V.: eine Plattform für kulturellen Austausch, die vermeintlich urbane Themen und Ästhetiken vor Ort andockt und um regionale Perspektiven erweitert, immer im Austausch mit den Menschen vor Ort.

Nadine Vollmer

Nadine Vollmer | © Privat

Nadine Vollmer (sie/ihr) arbeitet seit 15 Jahren als Programm- und Produktionsdramaturgin in den freien und internationalen darstellenden Künsten (u.a. für Festivals wie Berliner Festspiele/Foreign Affairs, Theater der Welt, Impulse Theater Festival sowie in Projekten wie X Wohnungen, Das Festival mit/von Herbordt/Mohren oder The Big Sleep von Alisa Hecke & Julian Rauter). Seit 2021 arbeitet sie zusammen mit dem HAU Hebbel am Ufer im Rahmen der Reihe „Berlin bleibt“ an Begegnungen zwischen HAU, Künstler:innen und Nachbarschaft und realisiert daneben zusammen mit Jana Maria Dohmann das Projekt A BOOK IS A ROOM, einen mobilen Kunst- und Lernraum. Sie studierte erst Medien- und Kulturwissenschaft in Düsseldorf, dann Dramaturgie bei Hans-Thies Lehmann in Frankfurt am Main sowie Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.